Welcher Wein zu Pasta passt

Von Stefan Chianese · Aus dem Weingarten Journal

Pasta ist kein Gericht. Pasta ist ein Trägermedium für eine Sauce. Und die Sauce entscheidet, welcher Wein passt — nicht die Nudelform.

Regel I. — Tomate ist der Boss

Tomatensauce hat viel Säure. Dazu braucht der Wein eigene Säure, sonst wirkt der Wein platt und mündet in der Sauce.

Ideal: Sangiovese (Chianti Classico), Barbera, Montepulciano d'Abruzzo. Alles mit lebendiger Säure.

Vermeiden: Weiche, säurearme Süditaliener wie manche Primitivos. Sie schmecken zu Tomate schlaff.

Regel II. — Sahne braucht Körper

Carbonara, Alfredo, Pilzsahne — hier braucht der Wein Fülle, um mit dem Fett mitzuhalten.

Ideal Weiß: Chardonnay mit Barrique, kräftiger Weißburgunder. Ideal Rot: Barbera d'Asti, weicher Chianti mit etwas Fassreife.

Regel III. — Ragù will Kraft

Lange geschmortes Ragù (Bolognese, Ossobuco-Ragù) verlangt einen kraftvollen Rotwein. Hier funktioniert alles zwischen Sangiovese Riserva und südlichem Aglianico.

Achten Sie darauf: je länger die Sauce geschmort hat, desto konzentrierter der Wein.

Konkrete Pasta-Weine

Drei Empfehlungen für die häufigsten Pasta-Kombinationen:

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Ausnahmen: Meeresfrüchte und Pesto

Pasta alle Vongole oder anderer heller Meeresfrüchte-Pasta: hier wechseln Sie zu Weißwein. Vermentino, Grüner Veltliner oder ein sauberer Verdicchio.

Pasta al Pesto: unerwartete Antwort: eher weiß als rot. Ein Vermentino aus Ligurien passt am besten. Rotwein neigt hier zur bitter-metallischen Note.

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